Andreas Bach

"Bei Andreas Bach trifft zusammen, was bei Pianisten nur selten zusammenkommt: er ist ein sehr nachdenklicher, sorgfältiger, den Werken respektvoll und mit großer Gründlichkeit der Aneignung gegenübertretender Interpret. Darüber hinaus besitzt er aber auch eine verblüffend brillante Technik und temperamentvolle Freude an Schumanns Feuer oder an Brahms Düsternis."
Joachim Kaiser

"Andreas Bach ist ohne Zweifel einer der herausragenden Pianisten unserer Zeit - ein starker Mitstreiter für die Zukunft der Klavier -und Kammermusik."
Lars Vogt

"Es gibt eine tiefe Überzeugung in allem, was er tut, transportiert durch eine starke und akkurate Technik. Vor allem fühlt man, dass die Musik in ihm selbst entsteht, mit einer vollkommenen Abwesenheit von oberflächlichem Effekt."
Richard Goode




Andreas Bach zählt zu den herausragenden Pianisten der jüngeren Generation. Im Alter von zehn Jahren begann er, bei verschiedenen deutschen Wettbewerben Preise zu gewinnen. Es kamen zweimal der erste Bundespreis im Wettbewerb "Jugend musiziert" und eine Auszeichnung beim Eurovisionswettbewerb in Genf hinzu, aber all dies war nur das Vorspiel zu einem fulminanten Debütkonzert 1985 in München, bei dem das Publikum und der renommierte Kritiker Joachim Kaiser den sechzehnjährigen Andreas Bach enthusiastisch feierten.

Mit weiteren nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen begann innerhalb kürzester Zeit eine internationale Karriere: vielfache Tourneen nach Japan, Kanada und in die USA mit Konzerten in New York, Chicago, San Francisco und Washington folgten. Auch in den europäischen Zentren zwischen Zürich und Paris, Lissabon, Venedig, Hamburg und München war Andreas Bach häufiger und begehrter Gast. Er konzertierte mit Orchestern und Dirigenten von Weltruf - stellvertretend seien nur Gerd Albrecht, Wolfgang Sawallisch oder Horst Stein genannt.

1992, im Alter von 24 Jahren, zog sich Andreas Bach für einige Zeit vollständig von dem Konzertleben zurück. Nach vielen Jahren intensiver Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling wechselte er zu Pavel Gililov und bildete sich künstlerisch wie menschlich entscheidend weiter.

Nach zwei Jahren Regeneration gelang es ihm, seine Karriere wiederaufzunehmen. Andreas Bach konzertiert seitdem wieder auf den wichtigen Konzertpodien in Europa, den USA und Südamerika, so etwa in der Berliner Philharmonie, beim Internationalen Marlboro-Kammermusikfestival in den USA, dem Teatro Municipal von Santiago oder bei Lars Vogts Festival "Spannungen" in Heimbach. Sein China-Debut fand im Frühjahr 2005 mit grossem Erfolg statt, eine Rückkehr im Rahmen einer grösseren Asientournee u.a. durch Japan, Hongkong und Macao ist bereits für das Jahr 2007 in Planung.

Sein Repertoire umfasst die große Klavierliteratur zwischen Klassik und klassischer Moderne, aber auch Werke der Kammermusik. In den letzten Spielzeiten hat er sich besonders der Werke von Bartók, Schumann und Arvo Pärt angenommen. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Alfredo Perl und Gustav Rivinius. Mit der renommierten Harfenistin Jana Bouskova ist eine Zusammenarbeit in Planung.

Andreas Bachs Diskographie beinhaltet bisher fünf Veröffentlichungen mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Poulenc, in der Saison 2003 wird eine CD mit Werken von Bartók erscheinen. Mit dem von Dieter Oehms - ehemals Arte Nova - gerade gegründetem Label "Oehms Classics" ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit geplant.